Wespenbekämpfung /
Wespennest entfernen
Die Firma ATB Trasec AG bietet Ihnen eine professionelle Wespenbekämpfung zum Pauschalpreis in der Region Zofingen an.
Wespenbestimmung und Wespennest entfernen
Damit wir die Wespenbekämpfung für Drittpersonen ausführen dürfen, verfügen wir über die notwendige, eidg. Fachausbildung zur Wespenbekämpfung sowie die notwendigen Gerätschaften wie Leitern, Pulverapplikatoren, Imkerschutzanzüge, Staubsauger und Umsiedlungsboxen.
Nachfolgend erhalten Sie ein paar grundlegende Informationen zum Thema Wespen und Wespenbekämpfung - oder Wespenumsiedlung.
Wespenbekämpfung Ja oder Nein?
| Wespenart | Vorgehen | Begründung |
| Feldwespe, Mörtelwespe | keine Massnahme | Kleine, ruhige Wespenvölker mit weniger als 30 Wespen, keinerlei Aggressivität |
| Hornissen | Abklärung | Auch in der Nacht unterwegs. In der Regel friedlich, nur bei Erschütterung des Nestes oder bei Annäherung unter 1-2 m angriffig |
| Sächsische Wespe, Mittlere Wespe | Umsiedlung | Mittelgrosse Wespenvölker, eher friedlich, nur bei Erschütterung des Nestes oder bei Annäherung unter 1-2 m angriffig |
| Gemeine Wespe, Deutsche Wespe | Bekämpfung | Sehr grosse Wespenvölker mit über 1'000 Wespen, eher aggressives, lästiges Verhalten, sind auch beim Essen am Gartentisch sofort dabei |
| Asiatische Hornisse | Bekämpfung Meldepflicht! | Die Primärnester befinden sich oft in Gärten und am Haus. Die Sekundernäster findet man dann in hohen Bäumen. > "Bienenkiller" |
> Ein Wespenvolk kann bis zu einem halben Kilogramm Insekten und Schädlinge pro Tag vertilgen!
Kennen Sie den Unterschied?
Vorgehen / Ablauf einer Wespenbekämpfung
Wenn Sie von Wespen geplagt werden, oder wenn die Wespen regelmässig durch eine Öffnung in Ihre Wohnung gelangen, ist für uns wichtig, dass wir die genaue Einflugöffnung kennen, damit wir dort gezielt die Bekämpfung durchführen können. Deshalb verläuft bei uns eine Wespenbekämpung in der Regel in drei Arbeitsschritten, welche alle im Pauschalpreis inbegriffen sind:
1. Besichtigung des Wespennestes bei warmem Wetter, wenn die Tiere aktiv sind. Bestimmung der Wespenart und der Lage des Wespennestes, Wahl der geeigneten Massnahmen (z.B. Umsiedlung, Bekämpfung oder an Ort und Stelle belassen) und Bestimmung des dazu notwendigen Materials wie z.B. der Leiterngrösse und der Bekämpfungsmethode.
2a. Umsiedlung der Wespen, z.B. bei Haus-Feldwespen, indem das ganze Nest vom Untergrund gelöst und dann samt den Wespen in eine Transport-Box gelegt und an einen anderen Ort überführt wird, oder:
2b. Bekämpfung der Wespen, z.B. bei Gemeinen Wespen, mittels Insektizid, welches mit Druckluft in die Gebäuderitzen oder Einflugöffnungen gestäubt wird.
3. Nachkontrolle und / oder Reinigung falls dies notwendig bzw. möglich ist. Reinigung und / oder Entfernung des Wespennestes je nach Situation, Absaugen der Nest- und Tierreste mit einem Staubsauger sofern das Nest zugänglich ist.
Tipp: Wenn Sie für die Beseitigung eines Wespennestes einen Fachmann beiziehen, können Sie die anfallenden Kosten teilweise weiter verrechnen:
Kostenübernahme durch Ihren Vermieter
Wer als Mieter in einem Haus oder in einer Wohnung wohnt, sollte vor einem Aufgebot eines Profis für die Wespenbekämpfung mit dem Vermieter sprechen. Da die Entfernung eines Wespennestes nicht nur das erforderliche Fachwissen voraussetzt, sondern auch eine entsprechende Ausrüstung und Schutzbekleidung notwendig macht, sind hier die Anforderungen von OR Art. 259 a erfüllt, was bedeutet, dass der Vermieter die Kosten für eine professionelle Wespenbekämpfung zu tragen hat. (Es handelt sich hier also nicht mehr um einen "kleinen Mangel" gemäss OR 259, welchen der Mieter selber ausführen müsste, wie z.B. einen Glühlampenwechsel).
In der Regel werden Wespennester nur dann entfernt, wenn die Wespen eine unmittelbare Gefahr für Personen darstellen, z.B. wenn sich das Nest direkt über dem Sitzplatz befindet oder wenn im Gebäude eine Person mit Wespenstichallergie wohnt .
Die meisten Einsätze leisten wir im Sommer - oder im Herbst, wenn die Wespen durch Ritzen in den Zimmerdecken ins Gebäudeinnere gelangen. In allen anderen Fällen raten wir davon ab, die Wespen zu bekämpfen. Denn Wespen sind auch sehr nützliche Schädlingsvertilger; sie fangen in grossen Mengen Insekten wie Fliegen, Mücken, Bremsen, Spinnen usw.
Spätestens Ende Jahr sterben die Wespen übrigens alle ab und das Nest wird im Folgejahr nicht mehr verwendet! Nur die Jungköniginnen überleben den Winter und gründen dann im Frühling ein neues Wespenvolk. Manche Wespenarten - z.B. Hornissen - benützen über Jahre hinweg denselben Standort für ihr Nest, sofern dieser über ein gutes Futterangebot verfügt und die Tiere nicht gestört werden. Das Nest wird aber bei allen Wespenarten - aus hygienischen Gründen - jedes Jahr neu gebaut.
Wichtig: Nicht jedes Wespennest muss immer sofort bekämpft werden!
Ablauf einer Wespennest-Entfernung
B) Öffnen des Nestes: Gut sichtbar: die 10 cm dicke Isolationsschicht, in der Mitte das Wespennest mit 6 runden Wabenstockwerken, rechts in der Ecke ein anderes, altes Wespennest.
Entfernung der Nestreste mit Spachtel und Staubsauger
Durch die Wespenvölker entstehen in der Regel keine Schäden an der Baustatik (Holz / Balken / Mauerwerk oder Elektrokabel in Storenkästen), teilweise beissen die Wespen jedoch kleine Mulden in die Isolation. Diese sind aber nur minim (ungefähr Faustgrösse bei einem grossen Wespennest; siehe Bild oben: Herausgefressene Vertiefung im oberen Bereich der Dämmmate aus Glaswolle mit einer Grösse von ca. 15 x 10 x 6 cm).
Wespenstiche
Hinweis in eigener Sache: Alle Fotos auf dieser Homepage wurden von mir selber erstellt. Die Wespen- und Hornissenbilder waren nicht ganz einfach zu erstellen, da alle Wespenarten angreifen, wenn man sich an ihrem Nest zu schaffen macht. - Und selten gelang eine Aufnahmeserie ohne Stich!
Betreffend den Wespenstichen kann ich deshalb folgendes Fazit abgeben: Je kleiner die Wespe, desto schmerzhafter ist der Stich: Die Gemeinen Wespen führen meine "Stich-Liste" an: Sie stechen mit Abstand am häufigsten und ihr Stich ist relativ schmerzhaft und hält etwa 3-4 Wochen an. Demgegenüber sind die Hornissen - trotz ihrer Grösse - wenig stechfreudig und ihr Stich schmerzt auch nicht so stark und hält maximal eine Woche an. Ich werde also definitiv lieber von einer grossen Hornisse gestochen als von einer kleinen Wespe...
Gegen die Stiche hilft in erster Linie eine möglichst rasche Kühlung der Stichstelle, danach die Anwendung eines Insektenstiftes wie z.B. "Parapic" und - bei Stichen von Gemeinen oder Deutschen Wespen - zusätzlich die Einnahme von Tabletten z.B. das "Allergie-Notfallset" von Axapharm mit je 2 Prednison- und 2 Loratin-Tabletten (Antihistaminicum). Personen mit allergischen Reaktionen (Schwindel, Atemnot, Bewusstlosigkeit) sollten sofort zum Arzt oder in ein Spital überführt werden, notfalls auch mit dem Rettungsdienst (Telefon 144) oder in unwegsamem Gelände mit der Rega (Telefon 1414).
Wespenkalender
Monat: |
Wespenart: |
Tipp / Bekämpfung: |
April |
friedliche Feldwespen aktiv, Königinnen anderer Wespen suchen einen Nestplatz. |
keine Bekämpfung notwendig / sinnvoll |
Mai |
Mittlere Wespe und Sächsische Wespen bauen ihre Nestkugeln, Feldwespen sind aktiv. |
Umsiedlung, keine Bekämfung |
Juni |
Alle Wespenarten sind nun aktiv mit dem Bau / Ausbau ihres Nestes beschäftigt. Die zuerst Pingpong-Ball grossen Nester erreichen nun die grösse eines Handballs. |
Umsiedlung der Sächsischen- und der Mittleren Wespen. Bekämpfung der Kurzkopfwespen-Arten mit Spray oder mit Pulver. |
Juli |
Die Wespennester erreichen nun die grösse eines Fussballs und man wird an warmen Tagen auf die Wespen aufmerksam. Oft hört man nun das Rascheln der Wespen auch innerhalb eines Gebäudes. Trotz der oft grossen Hitze halten es z.B. die Feldwespen auch auf 60° heissen Blechabdeckungen aus. |
Umsiedlung der Feldwespen sowie der Sächsischen- und der Mittleren Wespen. Bekämpfung der Kurzkopf-Wespenarten nur noch mit Pulver sinnvoll. |
August |
Mitte August schlüpfen die Mörtelwespen aus ihren Lehmkokons und verlassen dann ihr "Wirtshaus". Während die Nester der Deutschen- und Gemeinen Wespe nun Tag für Tag grösser werden und langsam die Grösse eines Medizinballs erreichen, sterben die Sächsischen Wespen und die Mittleren Wespen bereits wieder ab. |
Bekämpfung der Kurzkopf-Wespenarten (Gemeine und Deutsche Wespen) mit Pulverzertäuber. |
September |
Im September sind meistens Deutsche und Gemeine Wespen, sowie Hornissennester zu bekämpfen. Diese Wespenarten haben nun Hochsaison. Die Wespenvölker erreichen jezt ihre maximale Grösse. Infolge abnehmendem Nahrungsangebot werden die Wespen nun angriffiger und es kommt dadurch vermehrt zu Wespenstichen von Gemeinen und Deutschen Wespen, selten von Hornissen. | Bekämpfung der Kurzkopf-Wespenarten mit Pulverzerstäuber. |
Oktober |
In den ersten kalten Nächten dringen die Gemeinen- und Deutschen Wespen nun allmählich von draussen in die Wohnung ein. Sie nutzen dazu kleine Löcher oder Spalten - meistens in Täferdecken - und gelangen so vom Unterdach her in den Wohnbereich. Da die Wespen nun regelmässig bei kalten Temperaturen in die Wohnzimmer gelangen, müssen diese Wespen fachmännisch entfernt werden. |
Es werden keine neuen Wespennester mehr gebaut. Bekämpfung der Gemeinen und Deutschen Wespen, welche jetzt durch Mauerritzen ins Gebäudeinnere gelangen. |
November |
Das Wespenjahr geht langsam auch für die Deutschen und Gemeinen Wespen zu Ende. Sobald die ersten Frosttemperaturen eintreten, sterben die Wespen- und Hornissenvölker ab. | Nur noch sehr vereinzelte Wespen-Einsätze, meistens im Innenbereich mit Täferdecken. |
Dezember |
In der Regel sind im Dezember kaum noch Wespen unterwegs. Ausgenommen sind die Königinnen, welche sich nun einen geeigneten Platz für die Überwinterung suchen. Die Wespenvölker (Arbeiterinnen) sterben alle ab und überleben den Winter nicht. | Saisonende; keine Behandlungen mehr angebracht. |
Hinweis: Die Angaben auf dieser Homepage beziehen sich auf das Schweizer Rechtssystem.
In Deutschland und Österreich gelten teils andere, strengere Richtlinien zur Schädlingsbekämpfung!
Andere wespenähnliche Insekten
Bienen
Im Mai und Juni schwärmen die Bienen aus. Bienen sind in der Regel nur hell- und dunkelbraun gestreift, im Gegensatz zu Wespen, welche eine gelbschwarze Färbung aufweisen.
Falls Sie also im Mai / Juni Beobachtungen von grossen Bienenschwärmen machen, melden Sie dies einem Imker in der Nähe. Dieser kann den Bienenschwarm einfangen, sobald sich der Schwarm niedergelassen und zu einer "Traube" geformt hat. Den Schwarm kann er dann in sein Bienenhaus mitnehmen und damit ein neues Bienenvolk gründen.
Die Gemeinde oder die Polizei kann Ihnen Angaben zum nächsten Imker machen.
Bienen gehören deshalb nicht in unser Aufgabengebiet.
Hummeln
Gleich wie die Wespen und Bienen verhalten sich auch die Hummeln: Auch sie bauen im Mai / Juni ein neues Nest. Die dicht behaarten Hummeln weisen in der Regel die Farben schwarz / gelb / weiss auf und sind fast doppelt so breit wie die Wespen. Im Gegensatz zu Wespennester sind die Hummelnester aber wesentlich kleiner: Ein Hummelnest hat meistens nur etwa 20 - 100 "Bewohner". Da Hummeln recht gutmütig sind und äusserst selten stechen, werden diese Tiere von uns nicht bekämpft. Tipp: Im Herbst sterben die Hummeln - analog den Wespen wieder ab. Lassen Sie diese Nützlinge also die paar wenigen Monate überleben!
Junikäfer
Besonders im Juni und Juli schwirren an warmen Abenden viele Junikäfer um unsere Häuser herum. Dabei handelt es sich nicht etwa um Wespen, auch wenn deren Hinterleib ebenfalls helle und dunkle Streifen aufweist. Der Junikäfer kann nicht stechen und ist ungefährlich. Deshalb wird er von uns auch nicht bekämpft.
Im August 2020 hatten wir viele Anfragen wegen Weiden, welche von tausenden von Wespen bevölkert wurden. Die Wespen haben jedoch nicht etwa ihr Nest in diesen Weiden angelegt; sie kamen wegen den dort vorhandenen grossen Blattläusen, welche ein Sekret - den Honigtau - ausscheiden, welcher für viele Wespen- und Bienenarten als Delikatesse gilt. An einer einzigen Weide können sich an warmen Nachmittagen tausende Wespen von verschiedenen Wespenarten aufhalten. Unter anderem haben wir an den betroffenen Weiden folgende Insektenarten festgestellt:
Gemeine Wespen, Deutsche Wespen, Feldwespen, Schwebefliegen umd andere Fliegen. Interessanterweise konnten wir keinerlei Bienen feststellen, obwohl auch diese den "Honigtau" lieben. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich die Bienen entfernen, sobald die Wespen den Baum erobern.